Klima- und

Energiemodell­region

Gratkorn und Gratwein-Straßengel bilden gemeinsam die Klima- und Energiemodellregion Grat2. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaftstreibenden, Vereinen und Unternehmen setzen die beiden Marktgemeinden vielfältige Projekte zum Thema Klimaschutz und Energieversorgung um.

Was ist die KEM?

Die Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) sind ein Programm des Klima- und Energiefonds.
Dabei werden regionale Klimaschutzprojekte und das Modellregions-management kofinanziert. Gemeinden, die Teil einer Klima- und Energiemodellregion sind, profitieren von diversen Unterstützungen und Förderungen, sowie von einem breiten Expertennetzwerk.

Wofür wir stehen

Energiebuchhaltung
Die Gemeinden führen für ihre Gebäude (Ämter, Schulen, Bauhöfe,etc.) ein Energiebuchhaltungssystem ein. Diese Maßnahme ermöglicht eine genaue Einsicht in die energetische Situation der Gemeinde und können durch entsprechende Interpretation zu Einsparungspotentialen führen. Aus den Daten können dann notwendige Sanierungs-maßnahmen bzw. Handlungsanweisungen abgeleitet werden.
Lokal Strom produzieren und gemeinsam verbrauchen ist das Motto der Energiegemeinschaften. Ein Teilnehmer kann zu einem zuvor definierten Fixpreis Strom von einem anderen Teilnehmer beziehen. Mitglieder können sowohl die Gemeinden, als auch Gewerbebetriebe und Private. Die Teilnehmer profitieren nicht nur von lokal erzeugtem Strom sondern auch von reduzierten Netzgebühren.
Die beiden Gemeinde verfügen über PV-Anlagen auf der Volksschule, dem JUC (Gratkorn) und dem Verwaltungszentrum (Gratwein-Straßengel). Ein Ausbau der PV-Anlagen ist in beiden Gemeinden ganz oben auf der politischen Agenda. Ziel ist es den Stromverbrauch in den Schulen und Gemeindeämtern großteils durch selbst erzeugten Strom zu decken. Den Überschussstrom können dann der Energiegemeinschaft zur Verfügung gestellt werden.
Humusaufbau trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei. Gemeinsam mit Landwirt:innen aus der Region, der Landwirtschaftskammer und Expert:innen werden Projekte zum Aufbau des Humus erarbeitet. Ziel ist es, zwei Humusbauern in der Region zu verankern. Interessierte Bürger:innen soll die nötige Unterstützung geboten werden um gemeinsam einen Garten anzulegen und zu bewirtschaften.
Die kommunalen Grünflächen sollen, soweit wie möglich, zu ökologisch wertvollen Flächen werden. Dadurch wird nicht nur das Mikroklima und die Bedingungen für die Artenvielfalt verbessert, sondern auch der Arbeitsanfall für die Außendienstmitarbeiter verringert. Wir suchen Betriebe, die auch Interesse an einer Umstellung ihrer Flächen haben und beraten diese dann dahingehend.
Wir haben ein großes Angebot in unserer Region, dieses soll durch eine Broschüre auch bekannter gemacht werden. Eine Zusammenarbeit mit Direktvermarkter:innen und den Bauernmärkten soll regionalen Produkten mehr Bedeutung geben. Heimische Gastronomiebetriebe werden dazu animiert regionale und Bio-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Für die ländlichen Gebiete in unserer Region wird ein mobiler Nahversorger evaluiert.
Ziel ist der weitere Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, die Attraktivierung der Fußwege und die Umsetzung der Maßnahmen aus den Verkehrskonzepten der Gemeinden (Einführung von Begegnungszonen, Fahrradstraßen, Schulstraßen). Car-Sharing Angebote sollen von den Gemeinden und gemeinsam mit Wohnbauträgern ausgeweitet werden. Betriebe und Vereine können gemeinsam mit dem Modellregionsmanager Fördermöglichkeiten für Infrastrukturmaßnahmen im Mobilitätsbereich evaluieren.
Verschiedene Veranstaltungen sollen den Bürger:innen der Region die Möglichkeit geben nötige Informationen zu Themen wie Heizungstausch, Blackoutprävention, Energiegemeinschaften und Blackoutprävention zukommen zu lassen. Die Bedeutung des Klimaschutzes auf regionaler Ebene und die aktive Rolle der Bewohner:innen der Region soll in einer Bürger:innenveranstaltung dargestellt werden.